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Die Wurzeln des Hornschlittenclubs reichen ins Jahr 1938. Anhand einer handgeschriebenen und heute noch vorliegenden "Urkunde" ist die Gründung des Hornschlittenclubs eindeutig nachweisbar. Da kurze Zeit nach der Gründung der 2. Weltkrieg auch den Zinken Liehenbach in Bühlertal nicht verschonte, lag das Vereinsleben bis ins Jahr 1949 brach. Dank der bereits 1938 gewählten Vorstandschaft und weiterer Männer wurde der Club aus seinem kurzen Dornröschenschlaf geweckt und ab diesem Zeitpunkt zu einem hervorragend geführten und weit über die Grenzen Bühlertals hinaus bekannten Verein weiterentwickelt.

Anhand der angefügten Dokumente lässt sich auf wunderbare Weise nachvollziehen, wie und wann der Verein entstanden ist.

Gründung des
„Hornschlitten - Club Liehenbach“

 

Am 2. Januar 1938 fand eine originelle Fahrt
mit einem Hornschlitten an die Öffentlichkeit statt. Die Fahrt wurde von jungen
Burschen des Ortsteiles Liehenbach ausgeführt.

Um diesen Tag in steter Erinnerung festzuhalten,
wurde am 8. Januar 1938 im Gasthaus zur „Traube“ in der Liehenbach der
„Hornschlittenclub“ gegründet. Ein alter Liehenbacher, der „Geiges-Toni“
fertigte einen Miniatur-Hornschlitten an, der beim Werner Albert in der „Traube“
feierlich enthüllt wurde. Es war eine Feier, bei welcher der goldene Wein seine
Wirkung nicht verfehlte. Der Miniatur-Hornschlitten wurde dem Traubenwirt
  

in Obhut gegeben. Folgende Mitglieder waren am 8. Januar 1938 bei der Gründung dabei:

 

 



 

Rudolf Kohler

Daniel Geiges

Karl Werner

Franz Braun

Josef Jägel

Otto Werner

Friedrich Hils

Hugo Naber

Albert Hils

Adolf Geiges

Ernst Kepplinger

Alfred Hils

Eduard Geiges

Richard Braun

Albert Fritz

Erich Reith

Alfred Müller

 

 

 

 

NB. obige Unterschriften sind eigenhändige
Unterschriften !

 

 









 

 

Folgender Bericht erschien anlässlich der
Gründung des „Hornschlitten-Clubs“ Liehenbach im „Führer“ und Acher und Bühler
Boten.

Gründungsmitglieder 1938

Unmittelbar nach dem Krieg nahm der Hornschlittenclub seine Tätiglkeit im Rahmen des damals Möglichen (Besatzungsmacht) wieder auf. Aus dieser Zeit stammt folgender handgeschriebene Aufzeichnung des damaligen 1. Vorsitzenden von Hugo Naber:

 

Bühlertal Liehenbach, 20. II. 49

 

Nach rund 10 jähriger Unterbrechung, trat der Hornschlittenklub wieder an die Öffentlichkeit. Es war das der Wunsch der Bevölkerung, denn man wollte wieder einmal lustig sein, und alles blickte nach der Liehenbach.

Nach rund 10 Jahren, davon 6 Kriegsjahre, die gezeichnet waren mit Not, Elend und Entbehrung, war der Horn-Schlittenklub wieder der erste Verein, der die Fastnacht 1949 einleitete.

Die 1938 gewählten Vorstandsmitglieder, waren noch am Leben, und es war denen zu verdanken, dass der Klub wieder in Form kam, so wie einst, in seiner großen Zeit.

Zu bemerken ist, dass alle Mitglieder im vergangenen Krieg Soldat waren.

Sechs (6) sind auf dem Felde den Ehren gefallen, (3) drei, sind bis heute im Osten vermisst.

 

 

20. II. 49 



 

Der 20.II.49, wird eingehen in die  Vereinsgeschichte, des Horn-Schlittenklubs.

Es war ein großer  Tag. Die „Traube“ zum brechen voll.

Alles, das ganze  Bühlertal, alt und jung, war versammelt, denn die närrische Zeit war
angebrochen.

Man wollte wieder  einmal lustig sein, nach all den schweren Jahren.

Nach dem  Zeitungsbericht im „Badener Tagblatt“ durfte der Club auf einen großen Erfolg
rechnen. Man hatte bestimmt nicht falsch kalkuliert.

Es war der schönste  Tag des Clubs. Es herrschte Stimmung und Frohsinn, und Prinz Karneval schwang sein Zepter.